SEO-Anfrage an geparkte Domain die mir nicht gehört…

Heute morgen bekam ich eine nette Mail von Eva, sie bot mir einen Linktausch an. Sie hatte meine interessante Webseite gefunden. Das schöne daran, die benannte Webseite gehört weder mir (sie gehörte vor knapp 1 Jahr mal mir), noch ist sie interessant, da hinter der Domain ein Confixx-Fehler steht.

Ich Frage mich, warum man solche Anfragen verschickt. Entweder ist es ein ziemlich dummer Bot oder eine Mitarbeiterin die nur eine URL-Liste abarbeitet. Zumindest beide nutzen offensichtlich eine veraltete WHOIS-Datenbank, anders kann sie meine Daten nicht erhalten haben.

Zumindest sorgte das bei mir für einen Lacher am Morgen, was ja auch nicht schlecht ist :-). Hier mal die Mail in ihrer ganzen Pracht:

Sehr geehrter Herr K.,

bei unserer Internetrecherche nach interessanten Webseiten sind wir auf Ihre 
Domain www.u-bahn-plan.de aufmerksam geworden. 
Gerne würden wir Ihnen eine unverbindliche, kostenlose Linktauschpartnerschaft 
mit Ihren Domains anbieten. Natürlich nur im 3-Wege-Tausch. Sollten Sie PR-stärkere 
Seiten besitzen, können wir dies durch Mehrfachsetzung ausgleichen. 
Ich kann Ihnen Links von PR starken Seiten, mit redaktionellen Inhalten und mit 
maximal 5 bis 10 ausgehenden Links pro URL, anbieten. 
Wir haben themenrelevante Domains bis zu PR5, viele Themenbereiche! 
Sicherlich findet auch Ihr Link, Banner oder Artikel Platz bei uns, von Gesundheit 
bis Mode, Immobilien bis Natur, Esoterik bis Erotik, oder Kultur bis Internet...   
Wir freuen uns schon auf eine erfolgreiche und lange Linkpartnerschaft.

Viele Grüße sendet
Eva B.

Die E-Mail kommt übrigens aus Zürich, aus der schönen Schweiz.

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Entwicklung der Linkaufbaustrategien innerhalb der letzten 2 Jahre

Dies ist ein Gastartikel von Sascha Albrink.

Linkbuilding gehört zur Suchmaschinenoptimierung wie Luft zum Leben. Die großen Suchmaschinen verwenden einen linkbasierten Algorithmus um die Rankings in den Suchergebnisseiten zu ermitteln. Nun gibt es seit Jahren unterschiedliche Ansätze um Links zu generieren. Ein Ansatz, das so genannte „white hat“ SEO geht den Weg natürlichen Linkaufbaus. Durch hochwertige Inhalte die dem Besucher einen deutlichen Mehrwert bieten erreichen diese Webseiten eine natürliche Verlinkung. Blogger schreiben darüber, in Foren wird über den Inhalt diskutiert, ebenso bei Twitter und Facebook. Nutzer von Social Bookmark Diensten speichern die Links in öffentlichen Profilen. So entsteht ein natürlicher Linkaufbau der eine Seite gut innerhalb der Suchmaschine ranken lässt. Bereits 2009 wurde auf einem Linkbuilding Panel auf der SES Berlin eine Diskussion zwischen auch heute noch sehr Bekannten SEO Spezialisten geführt. Die Aufzeichnung dazu gibt es hier.

Linkaufbau muss auch weiterhin natürlich wirken

Wer nicht auf natürlich wachsende Links warten möchte weil er z.B. weniger interessante Inhalte zu bieten hat, und dennoch gut ranken will, der baut Links für seine Domain auf. Dabei waren auch vor drei Jahren schon die SEO Spezialisten der Meinung das Diversifizieren überaus wichtig ist. Ein natürlicher oder zumindest natürlich wirkender Linkmix besteht nicht nur aus Links von hochwertigen Domains, den sogenannten “Trust-Pages“. Auch wenn bei vielen SEOs immer noch auf den Pagerank geschaut wird wenn es um Linkquellen geht, in einen natürlich anmutenden Linkmix gehören auch schwache Links, Webkataloge und Links aus einfachen Blogsund deren Kommentarlisten. Die Spürnase von Google lässt sich heute nicht mehr so einfach wie noch vor einigen Jahren überlisten. Ein natürlich wirkender Linkaufbau ist daher schwieriger geworden. Auch da Webmaster in Foren und Blogger mittlerweile mitbekommen haben das Links etwas wert sind und sie daher ihre Webseiten, Foren und Blogs stärker nach kommerziell wirkenden Links absuchen und sich nicht schämen diese wieder zu entfernen. Als ob sie nicht wissen würden wie viel Arbeit man sich gemacht hat um einen Link auf Ihrer Seite zu platzieren. In Seminaren zur Suchmaschinenoptimierung kann man als Webmaster lernen wie kontinuierlicher Linkaufbau geschehen kann und welche Quellen sich für einen natürlich wirkenden Linkmix anbieten.

Links sind kostenlos und werden dennoch bezahlt

Die Google Webmaster Richtlinien verbieten auch weiterhin gekaufte Links. Doch wie kann Google unterscheiden ob zwei Webmaster einfach nur befreundet sind und daher ihre Webseiten untereinander verlinken oder ob sie sich für diesen Linktausch abgesprochen haben, evtl. sogar Geld den Eigentümer wechselt? Der Linkaufbau hat sich in den letzten zwei Jahren insofern verändert, dass die Wertigkeit eines einzelnen Links heute eher greifbar geworden ist. Webmaster haben gelernt ihre Domain in der Wertigkeit mit anderen Webseiten zu vergleichen und wissen daher was sie für einen Link von ihrer Webseite verlangen können. Aber auch weiterhin gibt es frei verfügbare Linkquellen die auch in Zukunft einen Anteil im Linkmix haben werden. Außerdem sind Linkbuilder vorsichtiger beim Linkaufbau geworden, oder sollten es geworden sein. Wenn der Linkmix nicht natürlich wirkt droht der Google Penalty. Erkennt Google einen unnatürlichen Linkaufbau wird die Seite abgestraft, die Position in den Suchergebnissen wird um 10,20, oder 50 Plätze nach hinten verlagert. Manche Seite fällt auch vollkommen aus dem Index, wird also überhaupt nicht mehr von Google angezeigt. Auch das gibt es schon seit mehreren Jahren.

Mein Fazit: Der Google Algorithmus wird ständig erweitert und verfeinert, ein natürlich wirkendes Linkprofil ist wichtiger denn je und genauso schwierig wird es auch in den nächsten beiden Jahren der Suchmaschine ein natürlich wirkendes Linkprofil zu zeigen.

Der Autor:

Sascha Albrink ist Inhaber der Agentur sixclicks – active media. Mit 10 Jahren Erfahrung als Online Marketing-Berater, spezialisiert auf strategische Suchmaschinenoptimierung und SEO-Training, bedient er die Bedürfnisse von Online-Unternehmern. 2011 startete er die sixclicks academy, um den Knowhow-Transfer in der Suchmaschinenoptimierung für Führungspositionen und Unternehmen weiter voranzutreiben.

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