Facebook wird zu mehr Information gezwungen

Was den Datenschutz betrifft, sollte man sich als User nirgendwo im Internet zu hundert Prozent sicher fühlen. Doch gerade die Seiten, auf denen man persönliche Daten zurück lässt, wie zum Beispiel die zahlreichen Social Network Seiten, geraten immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik, weil sie als am wenigsten sicher gelten. Es ist wahr, dass man als Benutzer nicht überall seine Daten hinterlassen sollte, wenn einem die Sicherheit dieser am Herzen liegt. Immerhin liest man beinahe täglich in den Medien über Hackergruppen und Angriffe auf nicht gerade kleine Konzerne, bei der Abertausende an Daten von den Benutzern verloren gehen.

Beispielsweise die beliebteste aller Social Network Seiten Facebook bietet zwar einen recht guten Schutz der Privatsphäre, doch eine Garantie dafür, dass die Daten tatsächlich sicher sind und nicht an Dritte weiter gegeben werden können, bedeutet dies nicht. So ist beispielsweise auch das Löschen eines alten Accounts keine Gewährleistung dafür, dass sich danach nicht immer noch Details über den Benutzer im Internet anfinden können. Im normalen Leben, beispielsweise im Beruf, würde hier ein Aktenvernichter Büro zum Tragen kommen. Doch Aktenvernichter im Internet hat bisher noch keiner erfunden. Daten geistern noch lange, nachdem sie gelöscht wurden, im Netz herum.

Was die Benutzer aber am allermeisten ärgert, ist die Tatsache, dass Facebook so oft es will, die Änderung zur Privatsphäre umgestalten kann, ohne dem Benutzer darüber Bescheid zu geben. Dabei kann es darum gehen, wer die Seite des Benutzers einsehen darf, oder darum, ob nicht doch Daten für Werbezwecke weiter gegeben werden können. Dies soll sich jedoch bald ändern. Denn Facebook soll nach einer Beschwerde eines Bündnisses von mehreren Datenschutz Initiativen eingewilligt haben, künftig die Nutzer über jegliche Form der Änderung in punkto Privatsphäre genau zu informieren. Darüber muss nur noch die US Handelskommission eine letzte Entscheidung treffen. Wenn diese allerdings erst einmal beschlossen wurde, gibt es für den Social Network Anbieter kein Zurück mehr. Würde er sich dann noch gegen die Entscheidung widersetzen und Änderungen nicht bei den Nutzern ankündigen, so würde er sich hohe Geldstrafen dafür einhandeln. Die vielen Facebook Nutzer würden über die Veränderung wahrscheinlich froh sein.

Ein Gedanke zu „Facebook wird zu mehr Information gezwungen

  • 24. November 2011 um 12:37
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    Na das wurde auch mal Zeit. Selbst bei Google+ ist sichergestellt das wir zumindest eine Mitteilung bekommen wenn die TOS/AGBs geändert werden. Auf der anderen Seite wird es nicht viel ändern. Bei der aktuellen Marktposition kann sich FB wirklich viel erlauben.

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