DSL-Flatrate – wer bietet noch echte Flatrates?

Der Schock war groß und ebbt bislang kaum ab. Seitdem die Telekom die vermutliche Drosselung der Internetgeschwindigkeit bei Erreichen eines festgelegten Datenvolumens angekündigt hat, fragen sich Kunden, welche Anbieter denn noch tatsächliche Flatrates anbieten. Denn eines ist sicher – eine Flatrate, deren Geschwindigkeit auf ein fast steinzeitliches Niveau gedrosselt wird, wenn Kunden keinen Aufpreis zahlen möchten, ist in der heutigen Zeit kaum brauchbar. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie die anderen Anbieter reagieren. Bislang plant zwar kaum ein Unternehmen, sich der Telekom anzuschließen, doch genaueres wird erst die Zeit zeigen.

Das bieten die Breitbandanbieter

Der Anbieter Vodafone gab Ende April bekannt, dass zurzeit keine Drosselung der Internetgeschwindigkeit geplant sei. Das Unternehmen bietet diverse DSL-Pakete an, die sich wahlweise rein auf den Internetempfang beschränken, jedoch auch mit der Telefonie und einem IP-TV-Paket aufgestockt werden können. Auch O2 bietet weiterhin ungedrosselte Flatrates an, sofern es sich um einen volumfänglichen DSL-Anschluss handelt und nicht um den Internetempfang über eine ADSL-Leitung. Bei der letzteren Variante tritt bereits seit längerer Zeit eine Drosselung in Kraft, sobald eine Volumengrenze von 50 GB überschritten wird. 1 & 1 hingegen stellt zum Beispiel Kunden direkt bei Vertragsabschluss vor die Wahl und geht offen mit seinem begrenzten Tarifangebot um. Wählen Kunden die Surf & Phone Flat Special, wird die Datengeschwindigkeit bei Erreichen eines Traffics von 100 GB gedrosselt. Die weiteren Tarife des Unternehmens beinhalten keine Drosselung, stellen also echte Flatrates dar.

Flatrates bei Kabelanbietern

Das Surfen im Internet ist nicht nur über die bekannten Anbieter möglich, sondern kann durchaus über die Kabel-TV-Dose realisiert werden. Die Kabelanbieter bieten ebenso Telefon- und Internettarife an, die teils mit einer Drosselung versehen sind. So vermindert Kabel Deutschland die Geschwindigkeit beim Download, sobald ein Traffic von 10 GB am Tag erreicht ist. Am nächsten Tag beginnt die Rechnung von vorne. Unitymedia hingegen drosselt bislang die Internetflatrate nicht.

Zukunft ungewiss

Inwieweit sich die weiteren Anbieter in Zukunft an der Telekom orientieren werden, bleibt natürlich abzuwarten. Erfährt die Telekom keinen großartigen Kundenrückgang und funktioniert das Prinzip, für einen hohen Traffic höhere Gebühren zu zahlen, könnten die Konkurrenz selbstverständlich mitziehen.

Ein Gedanke zu „DSL-Flatrate – wer bietet noch echte Flatrates?

  • 30. Juni 2013 um 22:07
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    Zitat: „So vermindert Kabel Deutschland die Geschwindigkeit beim Download, sobald ein Traffic von 10 GB am Tag erreicht ist.“

    Das gilt meines Wissens nach nur für Torrents. Ich komme teilweise auf mehrere TB im Monat und werde dabei nicht gedrosselt.

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