Skype zensiert in China

Die aufgetauchten Gerüchte über Datenspeicherung und Zensur in China haben sich bestätigt. Der dortige Dienstleister und Partner von Skype, TOM Online, speichert diverse Mitschnitte von Gesprächen und Chats welche über Skype geführt werden auf öffentlichen Servern. Vor allem natürlich um der chinesischen Regierung Daten zu vermeindlichen heiklen politischen Inhalten zu übergeben.

Nach Darstellung von Skype-Präsident Josh Silverman habe das Unternehmen dies jedoch nicht gewusst. Weiterhin heißt es: „TOM habe die Sicherheitsprobleme inzwischen behoben.“

Offen räumte Silverman die Filterung und Blockade bestimmter Nachrichten in der chinesischen Skype-Version ein, die Worte wie „Kommunistische Partei“, „Tibet“ oder „Demokratie“ enthalten. Dies liege an den allgemein herrschenden Zensurbestimmungen in China. Jeder Dienstleister müsse sich daran halten, so auch TOM Online und damit indirekt jegliche Skype Nutzer (~70 Millionen) in China oder solche die mit chinesischen Skype Nutzern Kontakt haben, den auch jene Daten werden gespeichert und zensiert.

Ausschnitt von heise.de zu diesem Thema:

Der Textdienst [TOM Online] lade Botschaften zusammen mit Informationen über die Nutzer auf ungesicherte Server, die von außen zugänglich seien und sogar die Codes zur Entschlüsselung der Daten enthielten, heißt es in einem heute veröffentlichten Bericht von Computerfachleuten und Menschenrechtsaktivisten der Forschergruppe Citizen Lab von der Universität Toronto. Die Fachleute beschreiben ein weit reichendes Überwachungsnetz bei dem TOM-Skype genannten Gemeinschaftsunternehmen, das die Skype-Mutter eBay im Jahr 2005 mit TOM Online (Hongkong) in China gegründet hatte.

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