Worauf sollte bei einem DSL-/Kabel-Vertrag besonders geachtet werden?

Heute gibt es nur noch wenige Haushalte, die komplett offline sind. Selbst gewerblich genutzte Räume müssen heute mit einer möglichst schnellen Internetanbindung ausgestattet sein, um ein effizientes Arbeiten für Firmen zu garantieren. Doch egal ob ein Internetanschluss privat oder geschäftlich benötigt wird, es gibt einige Dinge, die vor Vertragsabschluss unbedingt beachtet werden sollten.

Vor- und Nachteile von Laufzeittarifen

Ein Großteil aller DSL- und Kabel-Kunden entscheiden sich für einen Vertrag mit Mindestlaufzeit. Dieser beläuft sich in der Regel auf 24 Monate und kommt dank langer Vertragsbindung mit einer niedrigeren Grundgebühr. Als „Dank“ zur langen Vertragsbindung, kann der Kunde oftmals von gratis Zugaben wie Hardware oder Bonus-Zahlungen profitiert. Es gibt jedoch auch Nutzer, die sich nicht lange an einem Provider binden möchten und daher auf Angebote ohne Mindestlaufzeit setzten. Diese kosten im Monat zwar etwas mehr, können im Zweifel aber jederzeit gekündigt werden. Besonders vorteilhaft ist das beispielsweise, wenn Sie immer auf der Suche nach dem neusten Schnäppchen sind oder eher eine flexible Wohnsituation haben. Es sollte jedoch bedacht werden, dass Verträge ohne Laufzeit oft ohne Router bzw. WLAN-Modem geliefert werden oder die Hardware vom Provider gemietet werden muss, was die einmaligen Kosten oder im Fall einer „Router-Miete“ die monatlichen Kosten erhöht.

DSL oder Kabel?

Breitbandinternet kann heute in einigen Regionen sogar über das Mobilfunknetz genutzt werden, wobei das natürlich immer noch keine echte Alternative zum klassischen Kabel- oder DSL-Zugang ist. Es gibt Millionen User, die schnelles Internet über das Festnetz beziehen. Mittlerweile werden darüber auch ordentliche Bandbreiten erzielt. Per VDSL sind es bis zu 100 MBit/s und via Kabel sogar bis zu 200 MBit/s. In der Praxis ist es meistens so, das Angebote via Kabel-Anbieter deutlich besser abschneiden und auch preislich besser sind als manche DSL Angebote. Es sollte jedoch vorher die Verfügbarkeit von DSL- und Kabel-Anbietern geprüft werden.

Auf Downstream und eventuelle Volumen-Grenzen achten

Wie viel im Monat für schnelles Internet gezahlt wird, hängt unter anderem mit der gewählten Bandbreite zusammen. Wer in einem gut ausgebauten Gebiet lebt und die versprochene Maximalbandbreite auch tatsächlich erreichen kann, profitiert von schnellen VDSL-Tarifen und akzeptiert dafür auch den monatlichen Aufpreis. Oft reichen jedoch auch etwas langsamere Anschlüsse aus, die natürlich günstiger gebucht werden können. Ein Haushalt mit nur ein oder zwei Rechnern kommt beispielsweise gut mit 16 MBit/s über die Runden, wobei Gamer natürlich auch auf hohe Upload-Raten und möglichst geringe Latenzzeiten achten sollten. Nicht zu empfehlen sind Verträge mit Volumendrosselung. Ab einem bestimmten Monatsvolumen wird hier die Übertragungsgeschwindigkeit bis zum Folgemonat gedrosselt, was viele von ihrem Smartphone-Tarif her kennen dürften. Nur wer gelegentlich online geht und keine großen Datenpakete aus dem Netz lädt, könnte sich bei deutlichen Preisvorteilen eventuell mit solchen Angeboten arrangieren.

Vertrag ist also nicht gleich Vertrag. Es gibt einiges zu beachten; besonders Dateninfrastruktur, maximale Übertragungsgeschwindigkeit sowie natürlich die lokale Verfügbarkeit sollten im Vorfeld genau unter die Lupe genommen werden.

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