Fraunhofer-Studie deckt Datenschutzlücken in sozialen Netzwerken auf

Laut einer aktuellen Studie des Frauenhofer Institutes für Sichere Informationstechnologie zeigen sich bei den größten deutschen Social-Communitys große Lücken im Bereich des Datenschutzes.

Von sieben getesteten Communitys (LinkedIn, Xing, Facebook, StudiVZ, MySpace, Wer-kennt-wen und Lokalisten) konnte keine wirklich überzeugen.

Von der Nutzung mancher Dienstfunktionen ist sogar abzuraten, weil die Zugriffskontrollen teilweise einfach nicht funktionieren oder ganz fehlen

Für die Studie meldeten sich die Darmstädter Forscher als „normale“ Anwender bei den sozialen Netzen an und versuchten anschließend beispielsweise von außen auf die eingegebenen Daten zuzugreifen. Mit Hilfe spezieller Suchmaschinen gelang es dabei, geschützte – nicht explizit freigegebene – Bilder sowie persönliche Daten über die politische Orientierung oder den Familienstand auszulesen. Zum Teil waren sogar nach Löschung der Mitgliedschaft noch Daten verfügbar.

Das kann für den Benutzer mitunter sehr peinlich werden. Aber auch Phishingbetrüger und Angreifer, die es auf Firmengeheimnisse abgesehen haben, freuen sich natürlich über solche Informationen. Denn damit können sie sich leichter das Vertrauen der Nutzer oder anderer Personen erschleichen

Trotz ebenfalls erheblicher Schwächen und Sicherheitsmängel schnitt unter den vorwiegend privat genutzten Portalen Facebook am besten ab – die schlechteste Bewertung vergaben die Fraunhofer-Forscher dem sozialen Netz Lokalisten. Von den beiden geschäftlich orientierten Portalen schnitt LinkedIn besser ab als das deutsche Pendant. Die Kündigung eines Accounts sowie das Entfernen der Daten sei dort wesentlich besser geregelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.