Windows 8: Was wurde gegenüber dem Vorgänger verbessert?

[Gastartikel] Mit der Veröffentlichung von Windows 8 kann im Oktober 2012 gerechnet werden, einen offiziellen Termin gab Microsoft bisher allerdings noch nicht bekannt. Anfang Juni soll eine weitere Vorschauversion erscheinen. Wie schon beim Wechsel von Windows Vista zu 7 gibt es nur eine Veränderung, die wirklich ins Auge springt – bei Windows 7 war das die neue Taskleiste, bei 8 ist es der Metro-Startbildschirm -, während es ansonsten eher die Details sind, die verbessert wurden.

Die Neuinstallation eines Windows-8-Systems wurde deutlich vereinfacht, falls sie überhaupt noch notwendig sein sollte: Die „Refresh“-Funktion versetzt Windows in seinen Urzustand und deinstalliert alle Programme; Benutzereinstellungen bleiben jedoch erhalten. Die „Reset“-Funktion gleicht dagegen einer Neuinstallation, allerdings wird diese automatisch durchgeführt: So ist es hier beispielsweise nicht notwendig, die Seriennummer erneut einzugeben. Außerdem hat der Benutzer die Möglichkeit, sich mit seiner Windows-Live-ID einzuloggen: Seine Einstellungen und installierte Metro-Anwendungen bleiben so über verschiedene PCs oder Windows-Installationen hinweg erhalten. Benutzer der Enterprise-Version bekommen mit „Windows To Go“ außerdem die Möglichkeit, das System auf einem USB-Stick zu installieren.

An der Metro-Oberfläche scheiden sich die Geister

Ob Microsofts Entscheidung, in Zukunft ein einheitliches Betriebssystem für Desktop- und Tablet-PCs anzubieten, wirklich sinnvoll war, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Im Vorfeld hat es dafür schon reichlich Kritik gehagelt. Desktop-Benutzer, die mit der neuen Metro-Oberfläche nichts anzufangen wissen, werden diese im Alltag jedoch kaum zu sehen bekommen: Häufig benutzte Programme lassen sich an die Taskleiste anpinnen, brauchen also nicht über den Metro-Startbildschirm geöffnet zu werden, und abgesehen von diesem Startbildschirm bleibt es jedem Benutzer selbst überlassen, ob er Metro-Anwendungen verwenden möchte oder lieber bei der klassischen Windows-Software bleibt.

Gelegenheitsnutzer, die ihren Computer in erster Linie für Internet, Fotos und Musik benutzen und sich von bisherigen Windows-Versionen häufig überfordert fühlten, dürften mit der stark reduzierten Metro-Oberfläche jedenfalls deutlich besser zurechtkommen. Und Tablet-Benutzer, die ebenfalls vor allem mit Metro-Anwendungen arbeiten werden, dürften es zu schätzen wissen, gleichzeitig Zugriff auf einen klassischen Windows-Desktop zu haben. Das System wird mit einigen Metro-Programmen ausgeliefert, darunter dem Internet Explorer und dem Taskmanager, die jedoch beide auch weiterhin in ihrer klassischen Desktop-Version verfügbar sein werden. Weitere Metro-Software kann über den Windows-Store gekauft werden, der mit der neuen Version des Betriebssystems eingeführt wird.

Bekannter Explorer wurde ebenfalls verbessert

Der Windows-Explorer hat jetzt einen Ribbon, wie er zum Beispiel bereits aus Office, Paint oder Windows Live Mail bekannt ist – das Erscheinungsbild der Microsoft-Programme wird damit einheitlicher. Außerdem wurde der Dialog zum Kopieren von Dateien überarbeitet: Dieser ist jetzt übersichtlicher als in Windows 7, zeigt mehr Informationen an und bietet die Möglichkeit, den Kopiervorgang pausieren zu lassen.

In der Liste der weiteren Verbesserungen befinden sich außerdem die Unterstützung von USB-3.0, schnelleres Hochfahren sowie die Virtualisierungssoftware Hyper-V, die in Zukunft auch für Heimanwender verfügbar sein soll. Die Taskleiste kann jetzt auch auf mehreren Monitoren angezeigt werden, und Eltern haben die Möglichkeit, bestimmte Funktionen des PCs für die Accounts ihrer Kinder einzuschränken.

Dies ist ein Gastartikel von Torben Leuschner. Er ist Betreiber von www.win-next.de und bloggt dort regelmäßig über das kommende Microsoft Betriebssystem Windows 8.

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