Muss es immer ein iPhone sein?

Die heutige Elektrolandschaft wird vor allem von einem kleinen handlichen Gerät dominiert: Dem Smartphone. Bei dem Smartphone handelt es sich in erster Linie zwar um ein Mobiltelefon, die tatsächlichen Funktionen gehen aber weit darüber hinaus: Es ist ein wahres Multimedia-Wunder. Fast noch Bedeutender als die Telefonfunktion ist die mobile Internetfähigkeit sowie sogenannte Apps, die eine Vielzahl von zusätzlichen Funktionen zulassen.

Besonders prominente Marken auf dem Smartphone Markt sind zum Beispiel das iPhone von Apple, das WindowsPhone von Microsoft (welches von div. Hersteller wie HTC, Samsung, LG, Acer, etc. angeboten wird), sowie das BlackBerry von RIM. Eine besondere Erfolgsgeschichte hat hierbei Apple hingelegt: Das iPhone befindet sich mittlerweile in der 4. Generation, wobei die erste Version 2007 auf den Markt kam. Das Magazin „Times“ kürte das iPhone damals immerhin zur „Erfindung des Jahres 2007“. Noch heute ist in einigen Ländern die Erfolgsgeschichte ungebrochen: In den USA stieg der Marktanteil letztes Jahr von 25 % auf 36 % und in Großbritannien von 21 % auf 31 %. Anders hingegen sieht die Geschichte in Deutschland, Spanien und Frankreich aus: In Deutschland sank dieser von 27 % auf 22 % und in Frankreich sogar von 29 % auf 20 %. Konkurrenz kommt vor allem von Geräten, die das Betriebssystem Android verwenden, deren Marktanteil in Deutschland bereits stolze 61 % (!) betragen. Die vergleichsweise noch recht neuen WindowsPhones kommen in Deutschland immerhin auf einen Marktanteil von fast 6%. Es stellt sich die Frage, wie die Entwicklung von Apples iPhone zu bewerten ist und welche Ursachen es hierfür gibt.

Vielen scheint Apple noch heute alternativlos, obwohl die Marktanteile (insbesondere in Deutschland) eine andere Sprache sprechen: Hieran wird eines der Erfolgsrezepte Apples deutlich: Die starke Marke. Bei genauerer Betrachtung stellt sich dieses Erfolgsrezept für den Verbraucher jedoch als negativ heraus, denn durch die starke Popularität der Marke an sich (ohne spezifische Eigenschaften, die hiermit unmittelbar verbunden sind) können hohe Preise ohne entsprechende echte Gegenleistung gerechtfertigt werden. So sind mitunter andere Smartphones, die technisch ähnlich Leistungsfähig sind, häufig schlicht günstiger.

Ein weiterer Kritikpunkt, der häufig gegen Apple hervorgebracht wird, ist die Einschränkung des Betriebssystems: Funktionen wie etwa die Verwendung von Office Programmen oder die Verwendung als USB-Laufwerk, die andere Smartphones problemlos meistern sind nicht möglich: Umgehen kann man derartige Unannehmlichkeiten mit dem Smartphone nur mit kostenpflichtigen Apps oder Jailbreak. Für viele ähnlich nervig: Die Bindung an iTunes. In Anbetracht dieser Einschränkungen ist es daher nicht sonderlich erstaunlich, dass sich Android zurzeit auf der Überholspur befindet. Auch die technische Übersetzung der Plattform in andere Sprachen wird immer gefragter. Spannend dürfte es auch 2013 werden, wenn das angekünfigte FacebookPhone auf den Markt kommt, wobei noch unklar ist, ob diese mit Windows oder Android als Betriebssystem angeboten werden.

Genauso wenig wie iPhones alternativlos ist, muss natürlich nicht alles schlecht sein, was von Apple kommt: Es geht lediglich darum beim Kauf von Smartphones die Augen offen zu halten und sich nicht von Marken blenden zu lassen. Der positive Effekt hieran: Was kann es für Smartphone-Hersteller motivierenderes geben als kritische Verbraucher? Die Belohnung: Noch tollere Smartphones!

8 Gedanken zu „Muss es immer ein iPhone sein?

  • 3. Juni 2012 um 17:26
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    Ich bin seit ein paar Tagen Eigentümer eines iPhones. Der erste Eindruck den ich von dem Gerät habe ist gut aber natürlich braucht es bei mir noch ein wenig mehr Zeit um zu gucken ob es was bringt. Bei den Anwendungen die ich jetzt schon testen konnte, muss ich sagen das es funktioniert.

    Um deine Frage zu beantworten ob es immer ein iPhone sein muss, kann ich sagen das es nicht immer ein iPhone sein muss! Ich bin wie schon gesagt erst kurz auf ein Smartphone umgestiegen.
    Davor habe ich ein einfaches billiges Handy mein eigen genannt. Nicht mal mit Fotofunktion da ich nur ab und zu Telefoniert habe und ab und an die ein oder andere SMS.

    Es kommt halt immer darauf an wofür man so ein Gerät braucht bzw. einsetzten möchte.

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  • 3. Juni 2012 um 17:38
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    Ja, damit hast du sicher recht.

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  • 4. Juni 2012 um 10:25
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    Alleine die Überschrift kann ich schon mit einem klaren NEIN beantworten.

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  • 18. Juni 2012 um 21:48
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    Also ich würde mir nie im Leben was aus dem Hause Apple kaufen, auch kein iPhone. Ich nutze Linux und damit harmonieren Apple-Produkte mal gar nicht. Dann doch lieber ein Handy mit einer passenden Firmware aka Android ;-)

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  • 11. Juli 2012 um 21:37
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    Also ich nutze auch ein iPhone 4 und bin damit mittlerweile relativ zufrieden. Es funktioniert einfach… :)
    Aber ich glaube mit Android könnte ich mich nicht anfreunden. Dann doch lieber ein strukturierteres System wie Windows Phone.

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  • 11. Juli 2012 um 21:39
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    Jedenfalls würde ich mir nie wieder ein Nokia Smartphone holen. Die Erfahrungen, die ich mit dem 5800er gemacht habe, kann kein neues Nokia mehr gut machen. ;)

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  • 15. August 2012 um 18:24
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    „Wenn du kein iPhone hast, hast du kein iPhone.“

    So geht Apple auf uns zu. Ich denke dass ich ohne mein iPhone auch nicht mehr könnte. Business und email gehen einfach nur auf das Gerät. Smart. Ja das ist es. Unser iPhone.

    Viele Grüße

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  • 22. August 2012 um 20:14
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    Im Gegensatz zu Jochen kann ich die Überschrift bejahen!

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