Was tun mit ausgelutschten Akkus?

ThinkpadViele kennen das Problem, dass der Notebook Akku leider viel zu schnell seine Leistungsfähigkeit verliert. Doch woran liegt dieses Phänomen und was kann ich dagegen tun?

Der größte Fehler, den Notebook Benutzer begehen, ist das nicht vollständige Be- und Entladen des Akkus. Hierbei verursacht die Teilentladung eine Schlackebildung innerhalb des Akkus und führt dazu, dass diese verschlackten Teilbereiche nicht mehr nutzbar sind. Da man den Akku oftmals wieder lädt, obwohl dieser noch Kapazität besitzt schöpft man die Ladezyklen nicht vollständig aus. Jeder Akku überlebt nur eine gewisse Anzahl an Ladezyklen, welche aufgrund dessen ausgereizt werden sollten.

Ein weiterer, oftmals unterschätzter Faktor ist das Wetter. Besonders Notebook Akkus sind sehr temperaturempfindlich und sollten deshalb niemals zu hohen bzw. zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein. Man sollte den Akku im Sommer also niemals in die Sonne legen und ihn im Winter vor Kälteeinflüssen schützen, also nicht im Auto liegenlassen oder auf die Fensterbank legen.

Des Weiteren sollte der Nutzer den Notebook Akku bei dauerhaftem Netzbetrieb aus dem Gerät entfernen. Der Grund dafür ist, dass der Akku auch wenn er nicht genutzt wird, Wärme vom Notebook aufnimmt, welche sich ebenfalls negativ auf die Lebensdauer des Akkus auswirken wird. Es sollte dabei laut diversen Notebook Herstellern jedoch immer beachtet werden, dass der Akku vorm Entfernen über eine Ladung von ca. 40% verfügt.
All diese Präventionsmaßnahmen sind bei ihrer Beachtung sehr hilfreich, dem Akku eine erhöhte Lebensdauer zukommen zu lassen. Doch was tun wenn der Akku bereits seine Leistung verloren hat?

Ist die Kapazität erst einmal verloren gegangen ist es sehr schwierig den Akku zu reanimieren. Vorschläge gehen hier vom Kurzschließen des Akkus über Entladen per Glühbirne bis hin zur Verwendung von Profiladegeräten.
Von der Methode des Kurzschließens würde ich jedem Benutzer abraten, denn erstens verfällt hierbei jeglicher Garantieanspruch auf das Gerät und zweitens besteht Explosionsgefahr.

Das Entladen des Akkus per Glühbirne ist eine etwas ältere aber anscheinend funktionierende Methode seinem Akku wieder etwas Leben einzuhauchen. Durch ein wiederholtes Be- und Entladen des Akkus mit Glühbirne und Ladegerät kann man erreichen, dass die verschlackten Bereiche unter Umständen wieder genutzt werden können. Eine Garantie gibt es hierbei jedoch nicht, die Effektivität dieser Methode schwankt von Modell zu Modell.

Die sicherste aber auch wohl umständlichste und teuerste Methode ist die Verwendung eines Profi Ladegeräts. Diese sind jedoch in den meisten Fällen sehr teuer und außerdem recht sperrig. Mit diesem Gerät kann man den Akku mühelos vollständig be- und entladen. Das Mitführen so eines Gerätes ist jedoch äußerst unpraktisch.

Ist der Notebook Akku nicht mehr zu retten bleibt einem nur eine Möglichkeit: Ein neuer Akku muss her. Erkundigt man sich hier über die Preise fällt einem schnell die Kinnlade runter, denn Diese können unter Umständen die 200 Euro Marke knacken. Es gibt Reseller für nachgemachte Notebook Akkus, bei denen sich der Erwerb eines neuen Akkus etwas versüßen lässt. In meinen Augen ist das sinnvollste für den ausgiebigen Notebook Gebrauch die direkte Anschaffung eines Ersatzakkus. So ist man immer in der Lage seine Akkus angemessen zu verwenden und ist im Falle eines Ausfalls ebenfalls bestens gerüstet. Achtet man vor dem Kauf eines Notebooks darauf, dass es über einen Lithium-Ionen-Akku verfügt, ist der Memory Effekt gänzlich zu vernachlässigen, denn diese Modelle können ihm nicht zum Opfer fallen.

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