Raspberry Pi – eine Einführung

[Gastbeitrag] Am 5. Mai 2009 wurde die Raspberry Pi Foundation gegründet. Dabei handelt es sich um eine Stiftung in Großbritannien, die dort auch als Wohltätigkeitsorganisation eingetragen ist. Ihr Ziel ist es, Technik und Informatik über preiswert angebotene Produkte zu fördern. Daher wurde im Februar 2012 der Raspberry Pi in Form zwei verschiedener Modelle zum Verkauf herausgegeben.

Dieser kreditkartengroße Computer wird dank dem geringen Preis und der guten Transportierbarkeit vor allem im schulischen Bereich eingesetzt, hat aber auch bei Hobbybastlern und Neueinsteigern großen Anklang gefunden. Im Wesentlichen soll der Mini-PC Kenntnisse hinsichtlich des Aufbaus von Computern liefern und das Erlernen von Computerprogrammierung erleichtern, aber weit darüber hinaus weckt es vor allem die Kreativität der Nutzer, ganz neue Dinge auszuprobieren und richtige Projekte entstehen zu lassen, die dann auf Blogs oder in den entsprechenden Communities beschrieben werden.

Das Ein-Chip-System BCM 2835 von Broadcom mit dem 700MHz-Hauptprozessor ARM1176JZF-S gilt als Basis der Platine. Anfänglich wurde das Gerät mit 256 MB Arbeitsspeicher herausgegeben, aber seit Oktober wird die Standardversion des Models B (das im Gegensatz zu Model A über einen Ethernet-Port verfügt) mit 512 MB geliefert. Ethernet und zwei USB-Anschlüsse komplettieren den Grundaufbau. Zusätzlich ist der Raspberry Pi HDMI-fähig, besitzt einen SD-Kartenslot und hat eine Leistungsaufnahme von 3,5 Watt. Die Basis ist da und so mancher der schon zwischen Molex Kabelgewirren und Platinen großgeworden ist, weiß, sich damit so richtig auszutoben.

Eigentlich gar nicht so komplex aufgebaut, kann man den Raspberry Pi jedoch für einige Sachen gebrauchen, zum Beispiel als Musik Streaming-Client. Als Homeserver für Filesharing und das Drucken von Dokumenten oder als ganz normalen Desktop-Computer kann man das funktionale Gerät auch einsetzen. Darüber hinaus sind mehrere Projekte von Raspberry Pi Fans gestartet worden, deren Anzahl Tag für Tag steigen. Zum Beispiel soll der Micro-Computer als Wetterstation mit autonomer Stromversorgung fungieren oder zur Heimautomatisierung verwendet werden können. Auch in die Robotik hält der kleine PC nun Einzug. Erleichtert werden derartige Konzepte mit Hilfe des sogenannten Gertboard, einer Erweiterungsplatine, die, an den Raspberry Pi angeschlossen, die Interaktion mit der Umwelt ermöglicht. Auch das Vorhaben, den Mini-PC mit Android 4.0 laufen zu lassen ist eine spannende Idee der Entwickler, die den Nutzungsbereich sicher auch noch weiter ausbauen wird.

Nun, da der Arbeitsspeicher erweitert wurde und neue Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, ist die Community schon wieder gespannt, was noch alles an kreativen Projekten herauskommt. Für alle, die sich schon immer mit Programmierung, Elektronik, Robotik, Automatisierung und ähnlichem beschäftigen wollten, ist die Seite der Raspberry Pi Community, raspberrycenter.de, einen Blick wert.

Über den Autor:
Marco, Student der Elektrotechnik in den letzten Semestern, ist gerne auf dem neuesten Stand der Technik. Wenn er ansonsten nicht Fußballspielen geht, schreibt er gerne über alles was ihn interessiert.

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